| Im närrischen Walhausen wallte das Blut | ||||
| Auf der Kappensitzung in der Köhlerhalle wurde der Superstar gesucht und dabei viel gelacht | ||||
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Walhausen. Mozart verweilt in Walhausen: Der geniale Komponist aus Salzburg beehrt die Walhausener auf ihrer Kappensitzung unter dem Motto "Alles nur Theater" am vergangenen Samstag in der Köhlerhalle und beschenkt die Zuschauer mit seinen bekannten Mozartkugeln. Als Moderator beweist er nicht nur sein musikalisches Talent, sondern zeigt mit Gedichten zwischen den Auftritten seine poetische Seite. Die Akteure zeigen sich als starke Büttenredner, die ihr Dorf bestens kennen. Auch Eva Schumacher aus Freisen muss sich auf Geheiß der zukünftigen Schwiegermutter in die Bütt stellen und sich vorstellen - "einen Walhausener muss man sich eben verdienen!" Freundin Rita Pagliarini, die diese Zeremonie schon hinter sich hat, eilt ihr zur Hilfe und weiß einiges über die Leute zu erzählen. Wie das Eheleben nach der Heirat aussehen kann, zeigen Schumacher und Tim Nagel in einem Sketch: Darin wird geschildert, wie sich binnen Minuten friedliches Zusammensein zu einem Streit zwischen den Paaren zuspitzen kann. Sie zwingt ihm Sachen auf, die er nicht machen möchte, bis dem friedliebenden Gatten der Kragen platzt und er seine Gemahlin anbrüllt: "Ich schreie doch gar nicht!" Dass die Geschichte nur allzu bekannt ist, ist an den Gesichtern des Publikums ablesbar. Mit ihren "Songs off Platt" trifft das Trio rund um Jens Simon ins Schwarze. Texte von bekannten Liedern wurden auf das Dorfgeschehen umgeschrieben. Sie decken nach eigenen Angaben Skandale auf und machen auf soziale Missstände aufmerksam: So singen sie über Mitmenschen, die sich dem Boule verschrieben haben und mit den schweren Eisenkugeln, die wild durch die Luft fliegen, die Dorfbevölkerung in Angst und Schrecken versetzten. Ein anderer, der Walhausen kennt, ist Dietmar Nagel. Er weiß, wie er die Zuschauer anpacken muss, um sie zu unterhalten und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Gerd Heinrich ist für Dietmar Nagel der Pilawa von Walhausen, da er auf alles eine Antwort parat hat. Nur wundert er sich wie alle anderen Walhausener über Sinn und Zweck des seltsamen Stocks mitten im Dorf. Sogar eine Eiche musste dem Gebilde weichen, dennoch den Walhausenern sei der Nutzen unbekannt. Im zweiten Teil machen sich Tim und Björn Gedanken über die Superstars in Walhausen, gemäß dem Motto "Walhausen sucht den Superstar." Sie überlegen, welche Eigenschaften ein Superstar haben müsse. Beispiele liefern ihnen die Band E 605 oder das Vokalensemble. Rappen wollen die beiden in ihrer Band "Neumodisches Geschwätz" (Modern Talking) nicht, da das früher als fieses Stottern bezeichnet wurde. Die Gruppe "Lustlos" parodiert in ihren Liedern inhaltlich das Dorfgeschehen, wie beispielsweise der geplante Bau einer Straße von Walhausen nach Mosberg-Richweiler, dem Erzfeind des Köhlerdorfes. Die Walhausener befürworteten den Bau, da sie mit 160 km/h an Mosberg vorbei fahren könnten - ohne hinzusehen. Rita Nagel zieht Bilanz über ihr Leben: Der 50. Geburtstag steht vor der Tür. Philosophisch lässt sie Revue passieren, was bisher alles geschah und wagt einen Blick in die Zukunft. "Butsch" und "Naggisch" lassen deutsches Literaturgut aufleben, indem sie bekannte Verse aus Goethes Faust neu zusammenfügen und die Mitmenschen aus Walhausen mit einbinden. Damen mit Potenzial Durchmischt werden die Vorträge von den Tänzen der Garde und der Frauentanzgruppe. Die Garde zeigt, dass noch viel Potential in ihnen steckt, während die Damen in ihren aufreizenden Kleidchen zu "Lady Marmelade" das Blut der Herren in Wallung bringen. Dietmar Nagel bringt es auf den Punkt, wenn er sagt: "habt ihr morgen auch alle nen Kater, awer war das net e scheenes Theater?"car Auf einen BlickMitwirkende: Helmut Thieme, Garde, Eva Schumacher, Rita Pagliarini, Jens Simon, Nadja Simon, Henrik Nagel, Dietmar Nagel, Tim Nagel, Björn Schmitt, Gruppe "Lustlos", Rita Nagel, Marco Nagel, Frauentanzgruppe, Männerballett. car
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